Mercury Free Mining - Globale Initiative für quecksilberfreie Goldgewinnung

Mercury Free Mining - Globale Initiative für quecksilberfreie Goldgewinnung

Quecksilber beim Goldabbau vergiftet Goldschürfer und Umwelt
Die Mercury Free Mining Challenge sucht Lösungsansatz für den Ersatz von Quecksilber

Die meisten der mehr als 14 Millionen Goldgräber, die in Entwicklungsländern kleingewerblich Gold schürfen (ASGM=Artisanal small-scale gold mining), verwenden Quecksilber, ein beständiges, starkes Nervengift. Diese Goldgräber liefern etwa 20% des weltweit gewonnenen Goldes. Dabei belasten sie die Umwelt täglich mit mehr als 3.800 kg Quecksilber. Die Arbeiter vergiften sich selbst, da sie Quecksilberdämpfe einatmen und mit Quecksilber Kontakt haben und ihre Umwelt, da Quecksilber bei der Verarbeitung in Flüsse und Meeresströmungen gelangt und durch Quecksilberdämpfe Mikropartikel durch Winde verteilt werden.

Die weltweite Umweltbelastung durch Quecksilber gehört zu den großen Bedrohungen, denen unsere Gesellschaft heute ausgesetzt ist. Dies gilt für jede Gemeinschaft weltweit, da Quecksilber nie in einen ungiftigen Zustand übergeht. Methylquecksilber ist ein hochwirksames Nervengift, das sich sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auf die Funktion und Entwicklung der zentralen und peripheren Nervensysteme auswirkt. Der Kontakt mit Quecksilber ist besonders gefährlich für Kinder sowie für schwangere und stillende Frauen, weil Quecksilber in den frühen Stadien der Entwicklung die schädlichste Wirkung entfaltet.

Quecksilber spielt bereits seit langem eine wichtige, wenn nicht sogar wesentliche Rolle bei der Gewinnung von Gold. Während jedoch die industrielle Goldförderung auf die Verwendung von Quecksilber nicht mehr angewiesen ist, bleiben die Goldsucher, die handwerklich in kleinem Maßstab schürfen (ASGM), davon abhängig, weil ihnen die weniger schädliche, kostengünstigere und effizientere Alternativen fehlen. Seit Jahrtausenden ist Quecksilber für sie unverzichtbar, um das Gold bei den dort angewandten Schürfmethoden zu binden. Dabei wird flüssiges Quecksilber den Erzkonzentraten zugesetzt, das sich dann mit den winzigen Goldpartikeln verbindet. Dieses „Amalgam“, das Ähnlichkeit mit Kitt hat, wird zu Pellets geformt, die von den Arbeitern erwärmt werden, so dass das starke Nervengift in die Atmosphäre verdampft und das konzentrierte Gold übrig bleibt. Aktuellen Schätzungen zufolge werden durch die Arbeit der  mehr als 14 Millionen ASGM in Entwicklungsländern jedes Jahr mehr als 1.400 Tonnen giftiges Quecksilber in die Umwelt eingeleitet.

Die Mehrheit dieser Goldsucher hat keine andere Wahl, als diesen giftigen Stoff einzusetzen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Bemühungen von Regierungen und internationalen Institutionen, auf ein Ende der Quecksilberverwendung im ASGM hinzuwirken, konnten keine Lösung des Problems herbeiführen. Aber es gibt noch eine andere bewährte und wirksame Vorgehensweise, um einen Durchbruch zu erzielen: ein Challenge-Preis.

1714 verabschiedete die britische Regierung den Longitude Act. Damit erhielt John Harrison die Summe von 23.000 £ (das entspricht heute 2 Millionen US-Dollar) als Preis für seine Entdeckung, die es Seeleuten ermöglichte, die Position eines Schiffes auf See genau zu bestimmen. 1919 erhielt Charles Lindbergh den mit 25.000 US-Dollar (heute 370.000 US-Dollar) dotierten Raymond- Orteig-Preis für den ersten Nonstop-Alleinflug über den Atlantik.

Der Challenge-Preis

1.000.000 US-Dollar Prämie für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Technologie in der Goldgewinnung

Solche Challenge-Preise bündeln Fachwissen, Erfindungsgabe und Kreativität von Erneuerern. Damit eröffnen sich neue Wege für Wohlstand und Wohlergehen in der Welt.

Nach diesem Vorbild nimmt die Mercury Free Mining Challenge (MFMC) die globale Herausforderung an, nach einer technologischen Alternative für Quecksilber im kleinen handwerklichen Goldbergbau zu suchen.

MFMC setzt einen Preis in der Höhe von 1.000.000 US-Dollar aus für das Team oder die Person, denen die Entdeckung eines umweltfreundlichen und erschwinglichen Mittels zur Trennung des fein verteilten Goldes von seinem Erz gelingt. Es werden Innovatoren, Erfinder und Wissenschaftler damit beauftragt, die Technologie, Verfahren oder Methoden zu entwickeln, die eine sichere und kostengünstige Alternative zur Verwendung von Quecksilber in ASGM darstellen. Dieses neue Verfahren muss umweltfreundlich sein, es darf nicht mehr kosten als Quecksilber, es muss leicht zugänglich und für handwerkliche Bergleute anwendbar sein und ohne weiteres an abgelegene Orte transportiert werden können, es soll weniger Nachteile als Quecksilber haben und den gleichen oder einen höheren Wirkungsgrad aufweisen als das uralte Quecksilber/Gold-Amalgamierungsverfahren.

Die Mercury Free Mining Challenge unterstützen

Als Sponsor oder Partner Teil der Mission werden

Jeder Spendenbetrag ist willkommen. Ab einer Spende von 100$ werden Sie als Spender auf der Mercury Free Mining Seite aufgeführt. Melden Sie sich an über https://www.mercuryfreemining.org oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf über sponsor@mercuryfreeming.org.

Für Unternehmen empfehlen wir, als Premium Sponsor (ab 2.500 US$ ~ 2.250 €) oder als Sponsor (ab 1.000 US$ ~ 900 €) mitzuwirken. Als Premium Sponsor und als Sponsor erhalten Sie die Möglichkeit, mit dem Mercury Free Mining Challenge Logo zu werben. Sie erhalten das Logo für Ihre Online Auftritte sowie Infokarten und Sticker für stationäre Anlässe.

Bernd Wolf unterstützt die Mercury Free Mining Challenge Deutschland im deutschsprachigen Raum. Wir sind überzeugt davon, dass es von enormer Bedeutung für die Schmuckindustrie ist, Gold nachhaltig und umweltfreundlich abzubauen.

 

Toby Pomeroy

... steht für einen Wandel im Hinblick auf die soziale und ökologische Verantwortung der Schmuckindustrie.

 

Toby Pomeroy ist ein preisgekrönter Designer, Goldschmied und engagierter Umweltschützer, der seit 1968 Schmuck in seiner Goldschmiede in Oregon entwirft. Seine geschmiedeten Schmuckstücke zeichnen sich durch ihre elegante Schlichtheit, perfekte Handwerkskunst und hohen Tragekomfort aus.
Toby Pomeroy ist ein Erneurer in der Schmuckindustrie. Er hat die weltweite Einführung von verantwortungsbewussten Bergbaupraktiken angestoßen, indem er sich für transparente, ethische Lieferketten engagiert. Hiermit wird Herstellern ein Weg gewiesen, bei dem Schmuck bevorzugt aus Materialien hergestellt wird, deren Weg auch schon von der Gewinnung bis zur Verarbeitung nachhaltig ist. Toby Pomeroy steht für einen Wandel im Hinblick auf die soziale und ökologische Verantwortung der Schmuckindustrie.


Seit 2010 ist Toby Pomeroy Mitglied des Verwaltungsrats der Alliance for Responsible Mining (ARM). Diese internationale nichtstaatliche Organisation (NGO) hat das Ziel, den handwerklichen und kleinteiligen Bergbau in eine sozial produktive und umweltverträgliche Tätigkeit zu verwandeln. Dadurch soll die Lebensqualität von bis zu 100 Millionen marginalisierten handwerklichen Bergleuten, ihren Familien und Gemeinschaften verbessert werden. Im Jahr 2017 gründete er Mercury Free Mining, eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Entdeckung einer sicheren und effektiven Alternative zum Quecksilber einsetzt. Sie hat einen Challenge-Preis ausgeschrieben, mit dem Ziel, mehr als 14 Millionen Goldsuchern im Subsistenzmaßstab zu ermöglichen, sicher, sauber und profitabel zu schürfen, ohne sich selbst zu vergiften und die Umwelt zu belasten.
„Wir können unsere Umwelt schützen und wiederherstellen und darauf hinwirken, dass alle Menschen durch nachhaltige, sichere und sinnvolle Lebensverhältnisse gewürdigt werden.“

 

Bernd Wolf und Toby Pomeroy
Bernd Wolf und Toby Pomeroy lernten sich im Jahr 2004 als Standnachbarn auf der JCK Las Vegas kennen. Zwischen den Schmuckdesignern entwickelte sich eine enge Verbundenheit und Freundschaft. Bernd Wolf ist Schirmherr für die von Toby Pomeroy angestoßene Kampagne Mercury Free Mining Challenge im deutschsprachigen Raum.